Wenn sich Veränderung plötzlich falsch anfühlt
Diese Übung mache ich immer dann, wenn ich merke:
Die Entscheidung war eigentlich klar, aber die Konsequenz davon fühlt sich plötzlich schwer an.
Du hast Nein gesagt. Abgesagt. Eine Grenze gesetzt. Etwas anders gemacht als sonst. Und für einen Moment war da Klarheit.
Aber dann kommen Unruhe, Zweifel oder Schuld und plötzlich denkst du:
Dann war meine Entscheidung wohl doch falsch.
Genau hier wird es schwierig. Denn zwei völlig unterschiedliche Dinge können sich sehr ähnlich anfühlen:
Das fühlt sich falsch an, weil es für mich nicht stimmt.
Oder
Das fühlt sich falsch an, weil ich etwas tue, das ich mir bisher nicht erlaubt habe.
Der erste Satz ist ein Hinweis. Der zweite ist der Preis dafür, dass du wirklich etwas veränderst.
Wenn du die beiden nicht auseinanderhalten kannst, ist die Versuchung groß, wieder zurückzugehen und es für vernünftig zu halten.
Veränderung verläuft nicht geradeaus
An einem Tag bist du klar, am nächsten Tag zweifelst du wieder. Eine Nachricht oder ein Satz reicht und alles ist wieder da.
Das ist kein Rückschritt. Es ist normal, wenn dein System sich an etwas Neues gewöhnt.